Evangelische Kirche von Westfalen

Evangelisch in Westfalen: Glauben aus gutem Grund.

Sterbehilfe-Debatte die Ängste der Deutschen

Sozialwissenschaftliches Institut der EKD stellt Studie zum Thema "Sterben? Sorgen im Angesicht des Todes" vor

Die Legalisierung von ärztlich assistiertem Suizid setzt Menschen unter Druck, ihr Leben vorzeitig zu beenden. Diese Befürchtung teilen laut einer am Dienstag in Hannover vorgestellten Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts (SI) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowohl Gegner als auch Befürworter der Beihilfe zur Selbsttötung. Demnach erwartet eine deutliche Mehrheit der Deutschen (60,8 Prozent), dass die Zahl der Menschen, die ihr Leben vorzeitig beenden wollen, um nicht zur Belastung für die Familie zu werden, durch eine Legalisierung ärztlicher Suizidbeihilfe steigen wird. "Diejenigen, die voraussagen, eine mögliche Legalisierung könne einen Dammbruch zur Folge haben, werden durch diese Werte gestützt", so Gerhard Wegner, Leiter des SI. Mehr

„Die Chancen der neuen Medien nutzen”

In Lebenskrisen, bei einem schweren Unfall, nach dem Verlust einer geliebten Person oder auch bei dem Gefühl, allein zu sein: Seelsorge ist für die Menschen da. Sie gibt Halt und Trost – leise, wenn sie gebraucht wird, im Privaten. Wie wichtig sie ist, will Pfarrer Matthias Mißfeldt aber öffentlich machen: Der Leiter des Fachbereichs Seelsorge und Beratung im Evangelischen Kirchenkreis Dortmund hat sechs Imagefilme in Auftrag gegeben, die jetzt auch über die sozialen Netzwerke verbreitet werden sollen. Warum die evangelische Kirche aus seiner Sicht unbedingt neue Wege wie diese gehen und auch ihr Bildverständnis prüfen sollte, erzählt Matthias Mißfeldt. Die Seelsorge-Trailer sind maximal drei Minuten lang und auf jeden Fall sehenswert – und zwar weit über die Dortmunder Stadtgrenzen hinaus! Super gemacht! Mehr

„Das menschliche Leben ist einmalig – Sterben auch“

Thema Sterbehilfe: Franz Müntefering zu Gast in der Evangelischen Akademie Villigst

SCHWERTE/WESTFALEN - Die Beihilfe zur Selbsttötung ist und bleibt für Franz Müntefering ein Tabu. Nicht, dass er nicht darüber reden kann oder will. Ganz im Gegenteil: Immer wieder mischt er sich in die gesellschaftliche Debatte ein, erzählt von persönlichen Erfahrungen, dem Tod seiner Frau sowie seiner Eltern.

Der frühere Bundesminister hält flammende Plädoyers für mehr Mitmenschlichkeit und gegen die Einsamkeit am Sterbebett, für eine bessere Hospiz- und Palliativversorgung und gegen tödliche Medikamentencocktails. So auch am Donnerstag (30.4.) in der Evangelischen Akademie Villigst – als Referent auf der Tagung „Würde, Selbstbestimmung, Sorgekultur. Den gesellschaftlichen Streit um die Sterbehilfe konstruktiv führen“. Mehr

Welche Hilfe beim Sterben wollen wir?

Hermann Kirchmann berichtet von der gleichnamigen Tagung, die am 30. Januar und 1. Februar in Villigst stattgefunden hat.

SCHWERTE - Wenn es nach Richard Smith, den ehemaligen Chefredakteur der angesehenen Fachzeitschrift British Medical Journal geht, wären „Liebe, Morphium und Whisky“ die besten Hilfen. Eine Tagung der Evangelischen Akademie Villigst in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband machte Ende Januar 2015 jedoch deutlich, dass es um mehr geht: Umfassende Verbesserungen in der palliativen Versorgung sind notwendig, damit ein würdevolles Sterben für alle möglich wird. Seit über drei Jahrzehnten bemüht sich die Hospizbewegung, Sterbenden und ihren Angehörigen ein würdevolles Lebensende zu ermöglichen. Mittlerweile gibt es über 1.500 ambulante Hospizdienste sowie 250 stationäre Hospize (Stand Ende 2014). Mehr

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